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Mein Lebensmotto: Ich bin nicht auf der Welt,
um so zu sein wie andere mich haben wollen.

Ich wurde im Jahr 1951 als sogenanntes "Besatzungskind" in Berlin geboren. In welchem Bezirk ist nicht ganz klar, da zwei verschiedene Geburtsurkunden existieren, nach denen ich entweder in Berlin Neukölln oder aber in Berlin Lichterfelde das Licht der Welt erblickte. Auch mein Vorname weicht in den Urkunden ab. Heiße ich nun Ednor-Lieselotte oder Lieselotte-Ednora? Ich habe mich schließlich für Ednor entschieden und die Lieselotte ganz gestrichen.

Heute würde man ein Kind wie mich wahrscheinlich als "introvertiert" bezeichnen. Früher hieß es "das Kind ist verträumt". Tatsache ist, dass ich am liebsten malte und, als ich entdeckte, dass das Lesen und Schreiben mir eine vollkommen neue Welt eröffneten, "futterte" ich die Bücher geradezu in mich hinein, zur größten Besorgnis meiner Pflegemutter, die Angst hatte, ich könnte "schwermütig" werden. Als ich dann auch noch anfing, eigene kleine und nach und nach immer umfangreichere Geschichten zu verfassen, bekam sie es wohl wirklich mit der Angst zu tun, denn sie verbat mir das Schreiben, die Lesezeit wurde rationiert und stattdessen durch so interessante Dinge wie Handarbeit und Haushaltsführung ersetzt. Das waren reale Dinge, mit denen eine Frau

   
  Ednor Mier: Ich war früher nicht nur still sondern konnte auch sehr stur sein.
 
 

später ihre Familie beglücken und die Haushaltskasse entlasten konnte – meinte die Pflegemama. Aber zu ihrem Leidwesen war ich nicht nur sehr still, sondern auch sehr stur.

Mit 13 Jahren veröffentlichte ich trotz Argusaugenaufsicht der Pflegemutter, meine ersten Kurzgeschichten und mit 15 Jahren begann ich auch noch – zum völligen Entsetzen und ganz und gar gegen den Willen dieser Pflegemutter eine Gesangsausbildung. Das Geld dazu verdiente ich mir mit regelmäßigen Kolumnen in einer Berliner Tageszeitung, Auftritten in einer Band und gelegentlichen Veröffentlichungen diverser Kurzgeschichten.
Mit achtzehn Jahren (und nach damals herrschendem Gesetz längst noch nicht volljährig) verließ ich fluchtartig das enge heimische Nest und ging nach England. In der Britenmetropole, dem damals so genannten "swinging London", verlebte ich eines der schönsten Jahre meines Lebens. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte, lernte tolle Leute kennen, sang in einer Band, jobbte als Putzfrau und Verkäuferin und weit und breit war niemand, der mir irgendwelche unsinnigen Vorschriften machte oder Verbote aufstellte.

Um etliche Erfahrungen reicher, kehrte ich Mitte 1970 nach Berlin zurück und nahm mein Musikstudium wieder auf. Ende 1970 lernte ich meinen Mann kennen. Wir heirateten 1972 und zogen 1973, nach Abschluss meiner Gesangsausbildung, nach Hessen. Nach der Geburt unserer beiden Töchter war ich erst einmal nur Familienfrau, habe aber zwischendurch immer geschrieben und in verschiedenen Zeitschriften und Illustrierten veröffentlicht. Je selbstständiger unsere Mädels wurden, desto mehr Zeit konnte ich dem Schreiben widmen.

1986 veröffentlichte ich im Kelter Verlag meinen ersten Heftroman mit dem Titel "Mit William? Nie!" Seitdem arbeite ich als freie Autorin für mehrere deutschsprachige Verlage und habe mehr als 300 Heftromane, diverse Kurzgeschichten und Reportagen veröffentlicht. Meine Romane werden mittlerweile in sechs verschiedene Sprachen übersetzt.
Im Februar 2005 erschien im Verlag Plaisir d'Amour mein erstes Buch "Küss mich, Mörder!" und im November folgte 2005 Band zwei, mit dem Titel "Küss mich, Lügner!"

Heute lebe ich mit meinem Mann, unserer Hündin Maxi und der kapriziösen Katzendame Lena in Idstein im Taunus. Meine Hobbys sind Malen, Musik, Lesen, Blumen und das Sammeln von alten Schmuckblechdosen von denen inzwischen über 400 Stück in unserem Hause über sämtliche Stockwerke und Zimmer verteilt sind.

 
     
       
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